Fürstenzell, Niederbayern
2009


Das Haus der Maristen befindet sich in zentraler Lage im Stadtplan Fürstenzells, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Kirche, Klostergarten und Gymnasium.

Das Gebäude dient nach dem Verkauf des Zisterzienserklosters der im Ort verbleibenden Kommunität aus Patres und Brüder des Ordens der Gesellschaft Mariens als Wohn- und Lebensraum.

Im Haus sind neben den Schlafräumen, ein Gemeinschafts- und Speisraum, Wirtschaftsräume, die Verwaltung, ein Raum für die Seelsorge und eine kleine Hauskapelle untergebracht.

Die Anforderung war, ein Haus zu bauen, das hell und freundlich ist, einfach und klar strukturiert und das in zeitgemäßer Architektur auf selbstverständliche Art die Anforderungen älterer Menschen an ein Gebäude erfüllt.

Ebenso fühlt sich das Gebäude den heutigen Anforderungen an eine energiesparende Haustechnik verpflichtet.
Das Haus verfügt beispielsweise über eine kontrollierte Grundlüftung mit Wärmerückgewinnung, außerdem wird Wasser aus dem benachbarten Bach zur Kühlung verwendet. Für den Einbau einer Solaranlage ist vorgesorgt.
In der Tradition der Klosterarchitektur ist das Haus als schlichter Gebäudekörper angelegt.

Die Grundrissgestaltung orientiert sich am ursprünglich einhüftigen Erschließungsprinzip der benachbarten Zisterzienseranlage, so dass alle Haupträume gleichwertig zum Klostergarten ausgerichtet zu liegen kommen.

Die Flure auf der Bachseite dienen neben der Erschließung der Unterbringung von Büchern und Devotionalien aus dem alten Kloster.

Die kontrollierte Materialauswahl und Sorgfalt in den Details bis hin zu den eigens entworfenen Möbeln bestimmen die Wirkung.

veröffentlicht:
Architektouren Bayerische Architektenkammer, 2009


Fotografie
Simon Schels